„Wenn sich alle mit uns beschäftigen, machen wir offensichtlich alles richtig – und ‪‎Kinderschokolade‬ finden wir auch ganz lecker!“, antwortet Dr. Bernd Baumann, Landesvorsitzender der ‪AfD‬ Hamburg, auf das am Sonntag veröffentlichte Positionspapier der Hamburger Grünen zum Umgang mit der AfD.

„Dass gerade die Hamburger Grünen schon im Titel ihres Papiers mehr ‚Toleranz und Pluralismus‘ einfordern, entbehrt nicht einer gewissen Komik: In der Bürgerschaft lehnen sie ausnahmslos jeden unserer Anträge ab, egal, ob es sich dabei um Verkehr, Schule, Wissenschaft oder andere Politikbereiche handelt – nur weil er von der AfD stammt. Und sie blockieren zusätzlich für jeden Antrag, dass er auch nur kurz in den Parlaments-Ausschüssen diskutiert werden kann – nur weil er von der AfD stammt. Solch vollständige parlamentarische Ausgrenzung der AfD reicht bis hin zu blockierten Wahlen von Deputierten und Mitgliedern der Härtefallkommission.“

Zynischer kann man sich parteipolitisch gar nicht selbst aufstellen, wenn das ‪Grünen‬-Papier jetzt behauptet, man wolle auf diese Weise für den Parlamentsbetrieb ‚Toleranz und Pluralismus verteidigen‘. Zur Autorenschaft des Papiers bekennen sich immerhin die grüne Bundestagsabgeordnete Hajduk ebenso wie der grüne Hamburger Justizsenator Steffen.

Der zweite Teil der Überschrift des Grünen-Papier läßt auch einen anderen Hergang möglich erscheinen. Dort heißt es „Mehr Kinderschokolade im Umgang mit der AfD!” Baumann: „Vielleicht wollen die Grünen hier einfach nur ihre politisch-geistige Unterzuckerung signalisieren. Das würde vieles an Irrsinn der letzten Monate erklären. Wenn ‚mehr Kinderschokolade‘ zur Problemlösung ausgerufen wird, spendieren wir jedem Abgeordneten der Grünen gerne eine Tafel in der nächsten Plenarsitzung.“

Vielleicht klappt es danach sogar mit jener parlamentarischen Mindest-Zusammenarbeit im Sinne eines souveränen Pluralismus, den die Bürger von allen ihren demokratisch gewählten Parlamentsfraktionen erwarten müssen.