Gemeinsam mit dem AfD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl Alexander Gauland und den Spitzenkandidaten aus Schleswig-Holstein, Bruno Hollnagel, und Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, startete die AfD-Hamburg am Sonntag in die heiße Phase des Wahlkampfs 2017.

Unser Hamburger Spitzenkandidat Dr. Bernd Baumann eröffnete die Veranstaltung mit einer kämpferischen Rede. Im Hinblick auf die Gegendemo einiger unter Meinungsvielfaltsphobie leidender vor der Tür, beschrieb er die skandalösen Behinderungen der AfD im Wahlkampf durch radikale linke Gruppen, die sich einer (in)direkten Hilfe von Gewerkschaften, SPD-Politikern und gar den Kirchen erfreuen. Er erinnerte an die Stimmauszählungsfehler bei vergangenen Wahlen, die seltsamerweise meist die AfD trafen. Und er kritisierte die Bundeskanzlerin, die Deutschland zum Einwanderungsland Nr.1. weltweit hat werden lassen, vor klassischen Einwanderungsländern wie den USA, Kanada oder Australien.

Alexander Gauland widersprach in seiner Rede den Bestrebungen Deutschland abzuschaffen zu Gunsten eines EU-Superstaats. Sein Argument: Groß heißt nicht automatisch erfolgreich. Im Hinblick auf die Geschichte Europas, erinnerte er an die kleine Schweiz, die sich gegen das Habsburger Reich durchsetzen konnte, an England, das die damalige Weltmacht Spanien besiegen konnte oder auch an Venedig, das als einzelne Stadt zur wirtschaftlichen Supermacht aufstieg.

In der Friedrich-Ebert-Halle nannte Gauland ihren Namensgeber, den ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, ein Vorbild. Anders als Gabriel, Schulz & Co. ging der Sozialdemokrat Ebert in der Weimarer Republik entschlossen gegen die Feinde der Demokratie vor, auch wenn sie von links kamen.

Schließlich plädierte er für eine neue Sicherheitsarchitektur in Europa gemeinsam mit einem Russland, das auf Augenhöhe behandelt werden müsse.

Dr. Bruno Hollnagel widmete sich in seiner Rede ganz der Kritik am Euro, dem Gründungsthema der AfD. Er skizzierte die von Grund auf falsche Konzeption des Euro und zeigte auf, weshalb eine Einheitswährung für so viele unterschiedliche Staaten nicht funktionieren KANN. Im Hinblick auf die seit 2009 verfolgte „Eurorettung“ konstatierte Hollnagel: „Das ist die Haftungsunion, wir sitzen in der Haftungsfalle!“

Last but not least begeisterte Leif-Erik Holm mit einer Generalkritik an Bundeskanzlerin Merkel das Publikum. Als direkter Konkurrent im Wahlkreis hat er ein besonderes Interesse daran, die Kanzlerin in die Rente in der Uckermark zu schicken. Unter anderem erinnerte er an die hanebüchene Behauptung Merkels, es sei rein praktisch nicht möglich Deutschlands Grenzen zu schließen. Holm verwies auf das kleine, arme Mazedonien, das seine Grenze binnen Wochen mit Hilfe eines Zauns sichern konnte und so die Kanzlerin blamierte.

Dem Applaus zum Schluss nach zu urteilen, hat der Abend den Publikum wohl ganz gut gefallen.

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