Hamburg, 29.11.2018 – In Berlin trifft sich Innenminister Horst Seehofer derzeit mit Vertretern muslimischer Verbände zur Islamkonferenz. Einer der besonders hofierten Teilnehmer ist die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB). In Hamburg ist DITIB-Nord durch den Staatsvertrag seit November 2012 offizieller Partner des Senats und hat unter anderem Einfluss auf die Unterrichtsgestaltung an den Schulen. Dass DITIB gemäß seiner Satzung direkt aus der Türkei gesteuert wird, hat bereits mehrfach für Kritik gesorgt und nun dazu geführt, dass am Montag der Vorsitzende des DITIB-Landesverbandes für Niedersachsen und Bremen zurücktrat. Als Grund nannte er massive und inakzeptable Einflussversuche aus der Türkei. Das Bundesland Niedersachsen ging daraufhin auf Distanz zu DITIB.

Dazu der Landessprecher Dirk Nockemann:

„Der Rücktritt des DITIB-Vorsitzenden in Niedersachsen vertieft den Befund, demzufolge der Verein aus der Türkei gesteuert wird. Auch Hamburg muss endlich die Konsequenzen ziehen und seinen Staatsvertrag mit der DITIB aufkündigen. Sie ist kein seriöser Verhandlungspartner. Das Konzept der politischen Einhegung islamischer Organisationen dient nicht der Integration, sondern lediglich den Partikularinteressen der Akteure. Als eingetragene Vereine vertreten sie nur sich selbst und nicht eine muslimische Gemeinschaft, die als geschlossene, mehr oder weniger homogene Glaubensgruppe ohnehin nicht existiert.“