Seit Jahren ist es in Deutschland verpönt, alltägliche Erscheinungen ohne Rückgriff auf ideologisch verbrämte Moralismen zu erklären. Wer dennoch in dieser Weise verfährt, muss damit rechnen, als „Nazi“ diffamiert und schließlich ins soziale Abseits gestellt zu werden. Wie verhängnisvoll die Wirkungskraft dieses Mechanismus ist, den die politischen Eliten einst zur „Wahrung der sozialen Harmonie“ etabliert hatten, illustriert das Beispiel der europäischen Juden.

Während die Bundesregierung daran arbeitet, ihre Politik zur Schaffung einer multiethnischen Gesellschaft mithilfe einer historisch beispiellosen Massenmigration von Muslimen zu vertiefen, leben tausende Menschen jüdischer Abstammung in Angst. Längst ist in Deutschland Realität geworden, was sämtliche demokratische Parteien nach 1945 in unverbrüchlicher Geschlossenheit zu bekämpfen gelobt haben – ein offen gelebter, sozial akzeptierter Antisemitismus.

Wenn Kippa tragende Juden in deutschen Großstädten beschimpft, jüdische Schüler aufgrund ihrer Abstammung verprügelt, im Zentrum Berlins Israelflaggen verbrannt und antisemitische Slogans wie „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“ skandiert werden, wenn in Deutschland praktizierende Imame Juden gemäß der koranischen Terminologie als Affen und Schweine verunglimpfen und führende Vertreter der Islam-Verbände offen an israelfeindlichen Kundgebungen teilnehmen, dann hat die Gesellschaft es nicht mit Einzelfällen zu tun, sondern erblickt die hässliche Fratze des islamisch geprägten Judenhasses – einer Erscheinung, die infolge der jahrzehntelangen Migration von Muslimen längst zum Alltag gehört und auch empirisch darstellbar ist. So gaben 81 Prozent der im Rahmen einer Studie des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung befragten Juden an, schon einmal von einer muslimischen Person oder Gruppe angegriffen worden zu sein, wohingegen 61 Prozent verbale Beleidigungen oder Belästigungen erlebt hatten.

Anstatt die Öffentlichkeit wahrheitsgemäß über diese Entwicklung zu informieren, tragen die von einem linken Zeitgeist beseelten, etablierten Medien erheblich zur Verwischung der Fakten bei, indem sie entweder verspätet berichten, wichtige Details unterschlagen oder elementare Zusammenhänge nicht in gebührender Weise kenntlich machen. Dieser Verantwortung wird sich auch der NDR stellen müssen, auf dessen Webseite im Januar 2018 ein Artikel erschien, dessen türkischstämmige Autorin postuliert, Antisemitismus sei ebenso wenig strukturell im Islam angelegt, wie Muslime häufiger antisemitischen Vorstellungen anhingen als andere Menschen.

Erneut wird im Rahmen der schier unerschöpflichen Islam-Debatte leichtfertig eine falsche Behauptung in den Raum gestellt, um solgleich von der Wissenschaft Lügen gestraft zu werden. Den Ergebnissen der ADL-Studie „Global 100“ zufolge erklärten im Irak 92 Prozent der Befragten, jüdische Menschen abzulehnen, wohingegen dieser Wert im Westjordanland und Gaza mit 93 Prozent nur unwesentlich höher lag. Ferner wurde deutlich, dass der Mittlere Osten und Nordafrika als judenfeindlichste Regionen der Welt gelten; insgesamt 74 Prozent der autochthonen Bevölkerung vertreten hier antisemitische Ressentiments.

Deutsche Politiker und Medienvertreter, die diesem Zusammenhang ihre Anerkennung verweigern, müssen wissen, welchen Konsequenzen damit verbunden sind. Nicht nur verspielen sie das Vertrauen ihrer Klientel, relativieren die prekäre Lage jüdischer Menschen, sondern setzen diese zudem auch einer akuten Gefahr aus. Dass islamisch geprägter Antisemitismus eben nicht die Folge der gescheiterten Integrationspolitik einer Gesellschaft ist, die sich nicht ausreichend um seine Migranten bemüht hat, sondern ein dem Islam immanentes Phänomen darstellt, offenbart ein Blick auf die Länder Europas mit muslimischer Minderheit, wo Juden in derselben Weise leiden. Soeben erst hat Frankreich ein mahnendes Beispiel gegeben, wo die 85-jährige Jüdin Mireille Knoll von einem marokkanischen Muslim bestialisch erstochen wurde; das Tatmotiv war Judenhass.

Im dazu verfassten Artikel des „Hamburger Abendblatts“ vom 28. März 2018 konnte man die tatsächlichen Hintergründe nicht in Erfahrung bringen; zwar ließ man den geneigten Leser wissen, dass der Täter wohl Antisemit gewesen sei, über dessen Herkunft schwieg sich die Zeitung indes aus. Stattdessen wurde lediglich auf die unübersehbare Kontinuität antisemitischer Übergriffe verwiesen, die Frankreich in den vergangenen Jahren geprägt hat, jedoch mit dem Hinweis, dass es dort seit geraumer Zeit zu „Spannungen zwischen Juden und Muslimen“ komme – eine Formulierung, die die Realität in zynischer Art verzerrt und dem Vorwurf der „Lückenpresse“ massiv Vorschub leistet.

In Wahrheit  ist unbestritten, dass Juden in Frankreich seit Jahren von Muslimen ermordet werden, die die sakralen Texte ihrer Religion auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einer Weise ernst nehmen, die selbst hartgesottenen Religionsapologeten in Europa längst abhandengekommen ist. Dieser – wenngleich in abgeschwächter Form, auch in Deutschland weit verbreiteten – antisemitischen Gewalt ist nun auch Mireille Knoll zum Opfer gefallen, die zwar den Holocaust, nicht aber die Folgen verfehlter Migrationspolitik überlebt hat.

Diskussion

  1. Cialischeap

    Apr 05, 2018  um 12:06

    @ quergedacht Deutsch/Türke, Deutsch/Iraker, Deutsch/Namibier usw. Ja sie alle bleiben (zumindest dem Namen nach) eben Türken, Iraker, Namibier usw., die halt zufällig in Deutschland leben. In den USA nennen sich die Einwanderer selber, z.B. Italo-Amerikaner (Italian-American), also wird erst die Herkunft genannt und dann die jetzige Staatsbürgerschaft. Das heißt die eigene Herkunft oder die eigene Abstammung wird zwar dem Namen nach zuerst genannt, sie steht aber nicht im vördergrundig für die jetzige Identifikation des Bürgers, sie ist ein Teil seiner Vergangenheit, repräsentiert aber nicht seine Gegenwart und Zukunft. Sie sind US-Amerikaner italienischer Abstammung, sie sind Amerikaner die sich mit dem Land und deren Verfassung identifizieren und dieses auch leben (so zumindest ist der Grundgedanke dieser Nation). Das ist das genaue Gegenteil von dem was bei uns passiert, hier braucht sich niemand mit unserer Nation und unserem Erbe zu befassen. Hier darf nicht nur jeder sein was er will, es wird gerade zu gefordert so verschieden wie nur irgend möglich zu sein. Dass das auf Dauer gewaltig böse enden wird, wissen auch die, die solch Irrsinn inszenieren.

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  2. Claus Plaass

    Mrz 31, 2018  um 16:43

    “Das zentrale Hindernis, das der im Koran festgelegten islamischen Weltherrschaft entgegensteht und die absolute Geltungsmacht der islamischen Weltanschauung einschränkt, ist die im Grunde gotteslästerliche Existenz von „Ungläubigen“, die sog. Kafire.

    Als Feinde der islamischen Weltherrschaft und des umfassenden Islamisierungsstrebens sind die „Ungläubigen“ als Objekte der Bekämpfung, Tötung, Schmähung, Herabwürdigung etc.
    herausragendes und übergreifendes Kernthema der islamischen Quellen.
    „Der Koran widmet 64% seines Texts den Ungläubigen und die Trilogie als Ganzes (Koran, Hadithsammlung und Prophetenbiographie, H.
    K.) beschäftigt sich mit 60% ihres Gesamttexts mit den
    Ungläubigen.“ (Bill Warner: Scharia für Nicht -Muslime 2013, S. 8f.).

    entnommen aus Hartmut Krauss
    “Islam und Ungläubige:
    Eine prinzipielle Klarstellung angesichts der aktuellen Selbstdemaskierung des global agierenden Islam”
    http://gam-online.de/Bilder/Islam%20und%20Ungl%C3%A4ubige%206-2014.pdf

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  3. Wolfgang

    Mrz 29, 2018  um 18:06

    Gläubige Muslime wurden seit frühesten Kindertagen in den Moscheen und Familien darauf gedrillt, Juden, Christen und Ungläubige plattzumachen. Das ist deren Kultur.

    Unsere westliche Kultur lehnen viele Migranten ab. Das ist verständlich, weil sie lediglich ihre Länder – nicht aber ihre Kultur – verlassen haben.

    Es stellt sich daher nicht die Frage, ob muslimische Migranten uns Leid antun. Es stellt sich lediglich die Frage, wann sie es das nächste Mal tun.

    Viele Grüße

    Wolfgang

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  4. Clara Schmidt

    Mrz 28, 2018  um 18:16

    Vielen Dank, dass Sie diesen Artikel schreiben!
    Gerade in Deutschland wäre eine echte Vergangenheitsbewältigung doch die, dass man sensibel ist gegenüber den neuen alten Antisemitismus. Der Mohammedanismus war schon immer den Juden gegenüber feindlich gesonnen. Nicht erst seit es den Staat Israel gibt.
    Da zeigt sich auch, dass die jenigen, die die Umvolkung mittels mohammedanischen Einwanderermassen fördern nichts aus der Geschichte gelernt haben.
    Der eine Totalitarismus wird gegen einen anderen nur ausgetauscht.

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