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“Deutsche Sparer werden mithaften für das Gezocke der Banken in Italien, Frankreich und Spanien.”

9.12.2014. Über Zulauf kann sich die Hamburger AfD nicht beklagen. Auch im Haus der Patriotischen Gesellschaft – gleich neben dem Hamburger Rathaus – war es wieder ein voller Saal.

Der EU-Abgeordnete Hans-Olaf Henkel sprach dort gestern vor über 250 Gästen. Die Veranstaltung war von der ECR-Fraktion organisiert, in der die Brüsseler AfD-Abgeordneten u.a. mit den englischen Tories, der polnischen PiS und der Dänischen Volkspartei zusammenarbeiten.

Nach einem kurzen Grußwort des Spitzenkandidaten Professor Jörn Kruse, begann sein Stellvertreter Dr. Bernd Baumann mit der Hamburgischen Sicht auf die Probleme unseres Landes. Insbesondere stellte er die Alleinstellungsmerkmale und Notwendigkeit der AfD heraus – „hier formiert sich ein neues selbstbewußtes Bürgertum!“ Baumann ging differenziert und sachlich, aber ohne Scheu vor dem offenem Wort auf die Probleme Hamburgs ein. Seine Antworten auf die brennenden Fragen der Stadt überzeugten.

Ein bestens aufgelegter Hans-Olaf Henkel unterhielt dann mit einer abwechslungsreichen und vielen Eindrücken aus seiner neuen Tätigkeit als EU-Abgeordneter gespickten Rede. Natürlich kamen auch die politischen Inhalte nicht zu kurz: Ob die Enteignung der Sparer durch Niedrigzinspolitik infolge der “Eurorettung”, oder die deutschen Haftungsrisiken für Großbanken, oder der absurden Vorschlag die europäischen Sozialsysteme zu vergemeinschaften; die Alt-Parteien bieten viel Anlaß zur Kritik, so Henkel unter dem Applaus der Gäste.

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Dr. Bernd Baumann führte in den Abend ein.

Aber auch (vermeintlich!) politisch unkorrekte Themen sparte er nicht aus. Henkel, der seit Jahrzehnten Mitglied bei Amnesty International ist, kam besonders auf die Menschenrechtsprobleme in Ländern des islamischen Kulturkreises zu sprechen. „Sollen wir etwa schweigen, wenn wir sehen, wie dort Frauen und Mädchen benachteiligt und unterdrückt werden?“, so Henkel. Auch das sich dieses Verhalten bei in Deutschland lebenden Zuwanderern teilweise fortsetzt, müsse klar benannt werden. Klar ist für ihn, dass Rassismus in der politischen Argumentation der AfD nichts zu suchen hat, aber es eben gerade nicht rassistisch ist, wenn man bestehende Probleme benennt und rechtsstaatlich lösen will.

Natürlich wies Henkel die Zuhörer auch auf die Wichtigkeit der bevorstehenden Wahl zur Hamburger Bürgerschaft hin. Nicht nur für Hamburg selbst sei die AfD ein unverzichtbares Korrektiv und die Stimme des gesunden Menschenverstandes, sondern auch für die Etablierung der AfD in ganz Deutschland ist ein Wahlerfolg der Mannschaft um Jörn Kruse von enormer Bedeutung. (cl/UT)

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Reimarussaal der patriotischen Gesellschaft in Hamburg

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Olaf Henkel und die Hamburger Spitzenkandidaten Kruse und Baumann.